Wie fischertechniker in die KI eintauchen.

Wer vor dreißig Jahren „Künstliche Intelligenz“ sagte, wurde von Informatikern ausgelacht: das waren die Versuche, menschliche Intelligenz algorithmisch abzubilden, die in den frühen 80er Jahren (des vergangenen Jahrhunderts) allesamt kläglich gescheitert waren. Die Literatur dazu füllt Regale.

Wer heute „Künstliche Intelligenz“ (besser: „KI“) sagt, liegt voll im Trend. Nicht etwa, dass die Fragestellungen von damals gelöst wären – weit gefehlt: sie sind so ungelöst wie eh und je. Allerdings sind unsere Rechner heute so viel schneller und leistungsfähiger, dass „maschinelles Lernen“, eine der zahlreichen Unterdisziplinen von „KI“, inzwischen für viele Anwendungen ganz vernünftige Ergebnisse liefert. Zwar wissen wir nicht, warum – denn wie in unserem Gehirn werden dort eine große Zahl „künstliche Neuronen“ mit „Gewichten“ versehen, sodass die gelernten Beispiele funktionieren. Lässt man eine KI-Maschine ständig weiterlernen, so werden die Ergebnisse (zumindest meistens) immer besser – ganz gleich, ob die Maschine Texte übersetzt, Sprache erkennt oder Verkehrsschilder identifiziert.

Was außer Frage steht, ist, dass das „Anlernen“ einer KI-Maschine sehr viel schneller und oft auch zuverlässiger funktioniert als die Entwicklung eines klassischen Lösungsalgoritmus‘ zu einem gegebenen Problem. Außerdem arbeiten KI-Maschinen sehr „generisch“ – ihnen ist es egal, ob sie lernen, Katzen von Hunden zu unterscheiden oder Briefe von Paketen. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass wir über kurz oder lang von KI-Systemen umgeben sein werden – bei der Telefonauskunft ebenso wie beim Autofahren.

Um dem „maschinellen Lernen“ zur Verbreitung zu verhelfen, hat Google vor einigen Jahren „Tensorflow“ in die Welt gesetzt: Eine universelle KI-Software, nutzbar als Open Source-Bibliothek in eigenen Python-Programmen. Lässt man Schülerinnen und Schüler darauf los, machen sie daraus beeindruckende fischertechnik-Modelle: Zum Beispiel einen fahrenden Roboter, der Teddies von Menschen und anderen Objekten unterscheidet. Oder eine Maschine, die fischertechnik-Teile sortiert.

fischertechnik-Teddysucher mit KI
fischertechnik-Sortiermaschine mit KI

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